Einsatz von KI in der Polizeiarbeit – Forschungskooperation der Professur und der Akademie der Polizei Hamburg mit der Polizei Baden-Württemberg
von Maritt Krebs – Hamburg, 20. Mai 2026
Die Professur für Öffentliches Recht forscht zu verschiedenen Themen im Schnittfeld von Künstlicher Intelligenz und Polizeiarbeit. Neben der Studie „KIDok“, die die Machbarkeit KI-basierter Polizeiberichtserstellung interdisziplinär untersucht, wird etwa eine wissenschaftliche Kommentierung zur KI-Verordnung mit dem Schwerpunkt auf Fragen der Inneren Sicherheit erarbeitet. Die Vorhaben erfordern einen besonderen Bezug zur Polizei- und Verwaltungspraxis, um konkrete Problemstellungen insbesondere hinsichtlich KI-Verordnung-Compliance sowie organisatorische und rechtliche Anforderungen zu identifizieren und praxistaugliche Lösungen zu entwickeln. Neben der Polizei Hamburg hat die Professur mit der Polizei Baden-Württemberg nun eine weitere starke Partnerin der Polizeipraxis gewonnen. Im Rahmen des Projekts „KIRKE“ befasst sich die Polizei Baden-Württemberg mit KI-gestützten Anwendungen für polizeiliche Recherche-, Klassifizierungs- und Ermittlungsprozesse und verfolgt damit ebenso wie die Polizei Hamburg das Ziel, neue Technologien effektiv und verantwortungsvoll für Aufgaben der Gefahrenabwehr und der Strafverfolgung nutzbar zu machen. Die jeweiligen Projekte adressieren damit verschiedene, einander ergänzende Aspekte des Einsatzes Künstlicher Intelligenz in der Polizeiarbeit: Während die wissenschaftlichen Arbeiten der Professur insbesondere analytische und rechtliche Perspektiven einbringen, stehen bei „KIRKE“ praxis- und anwendungsbezogene Fragen der Implementierung im Vordergrund.
Mit der Zusammenarbeit sollen die Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis verbunden werden, um effektive, effiziente und rechtssichere Nutzungsmöglichkeiten von KI in polizeilichen Arbeitsprozessen zu fördern und weitere polizeiliche Einsatz- und Tätigkeitsfelder zu identifizieren, in denen KI zielführend zur Erfüllung polizeilicher Aufgaben eingesetzt werden kann. Die Kooperation bietet eine Plattform für eine strukturierte, wissenschafts- und praxisbasierte Zusammenarbeit.

